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Ein schnöder Wäscheständer steht im Hinterhof in der Sonne. Was im ersten Moment nicht nach Kunst klingt, wird bei Ela Moonen zu einem flirrenden, lichtdurchfluteten Ereignis voller Sinnlichkeit. Die Formenwelt der Wäscheleinen und der Faltenwurf der Hemdchen, Handtücher und T-Shirts lassen diese alltäglichen Dinge in einem ganz neuen Licht erscheinen. Die Künstlerin verfremdet die Farben, übersteigert das Licht und lässt so alles wie ein hingehauchtes Aquarell wirken. Die Dinge strahlen eine große Leichtigkeit aus, sie treten bei längerer Betrachtung fast hinter die Farb- und Formstrukturen zurück. Das Motiv scheint nur noch der Vorwand oder der Anlass für ein zartes und hingehauchtes Farbspiel zu sein.

Alexandra Simon-Tönges, M.A.

Kunsthistorikerin