ZU MIR

ELA MOONENFoto

das bin ich.

Auf dieser Webseite siehst Du Beispiele meiner Arbeiten. Um weitere Arbeiten anzuschauen, kannst du mich gerne nach terminlicher Absprache in meinem Atelier in Würselen besuchen oder meine Kataloge anfordern:

Kontakt:

mail@elamoonen.de  / Tel.: +49 163 / 7 555 123


Gespräch mit Alexandra Simon-Tönges, M.A., November 2020:

Wie bist Du dazu gekommen, Künstlerin zu werden?

Als Kind habe ich sehr viel gestalterisch und kreativ ausprobieren können, später habe ich mit dem Fotoapparat im Fotolabor des Jugendzentrums experimentiert und gemalt, und als Erwachsene habe ich beides weitergeführt – neben meiner damaligen Arbeit als Sozialarbeiterin.

Was mich stets antreibt ist die Freude am Tun, das Ausprobieren verschiedener Ausdrucksmöglichkeiten, das gibt mir Trost und Ruhe und das Gefühl von Sinnhaftigkeit. Die Kunst ermöglicht mir, erfinden zu dürfen, mich der Ästhetik zuzuwenden, die optische und emotionale Wahrnehmung zu schulen, Fertigkeiten zu zeigen. Ich beschäftige mich gerne mit Farben, Licht und Strukturen, nehme verschiedene Positionen und Blickwinkel ein. Ich kann mich mit mir und anderen auseinandersetzen und schließlich mit meiner Kunst Menschen ansprechen und bestenfalls bereichern.

Ich glaube, mir und der Gesellschaft mit dieser Arbeit am besten dienlich sein zu können. Es ist mein Element. Es ist mir nicht egal, aber am Ende ist es zweitrangig für mich, wie man es benennt, was ich mache: Ist es Kunst, Dekoration, ChiChi, sind es Meisterwerke oder ist es Kunsthandwerk, Design, Grafik, digitale oder analoge Kunst, Fotografie, Fotokunst?

Meist stellst Du alltägliche, beinahe beiläufige Begebenheiten in deiner Kunst dar und erhebst sie damit zu bildwürdigen Motiven. Warum interessierst Du dich so sehr für Alltagssituationen?

Aus meiner Sicht sind auch sie das, was das Leben ausmacht. Hier und jetzt. Am besten kann ich dies spüren und verstehen, wenn ich es mit eigenen Augen sehe und mit allen Sinnen aufnehmen kann. Ich denke viel über Kleines und Großes nach, vielleicht finde ich in diesen Situationen Antworten – oder auch einfach mal gar nichts.

Die häufig pastellige Farbigkeit ist ein Kennzeichen deiner Arbeiten, sie verleiht ihnen eine flüchtige Leichtigkeit und eine positive Ausstrahlung. Was bedeuten diese zarten Farben für Dich?

Bestenfalls sollen meine Arbeiten niemanden verschrecken oder überrennen. Ich möchte etwas Positives transportieren. Auch wenn die Arbeiten in Teilen irritieren und konfrontieren können und sollen, zum Schmunzeln bringen, oder zum Nachdenken bewegen. Ich wünsche sie mir „schwereleicht“ und vielschichtig plakativ.

Durch die Verfremdungen entstehen ungewohnte Anblicke. Ich möchte möglichst offen sein und bleiben für neue und andere Sichtweisen.

Du sagst gerne „Etwas zum ersten Mal sehen kann man kein zweites Mal.“ Was bedeutet dieser Satz für deine Kunst?

Eine neue Begebenheit, ein bestimmtes Licht, eine Reise an einen neuen Ort oder auch nur ein Augenblick, an dem man aus dem Gewohnten heraustritt – all diese Ereignisse sind einzigartig und nicht wiederholbar. Das möchte ich festhalten.

Du bist keine Fotografin und keine Malerin, Du nutzt beide Medien und vermischst sie auch gerne. Siehst Du dich eher als Fotokünstlerin oder als Malerin?

Das eine geht nicht ohne das andere. Ich sehe es in es in etwa so, dass mein Fotoapparat dazu dient, die Feldstaffelei draußen zu ersetzen.

Meist fotografiere ich Alltagssituationen und nehme sie mit ins Atelier – im Falle von Fotografien von Menschen mit allem Respekt ihrer Persönlichkeitsrechte, und in der Regel ohne ihr Gesicht zu zeigen. Ich frage vorher nicht, ob ich sie fotografieren darf; denn dann würde der ganze Zauber des Momentes verloren gehen. Das geht leider nicht. Die Arbeiten sind leicht und flüchtig, denn die Momente sind flüchtig, und das Zeitfenster des richtigen Lichts oder der Begebenheit minimal und einmalig. Aus solchen Augenblicken heraus entstehen die meisten Arbeiten – egal welcher Art.

Im Atelier nutze ich dann althergebrachte und neue Möglichkeiten, ich nutze analoge und digitale „Pinsel“. Auch wenn manche Leute das Wort „Photoshop“ abwertend nutzen: ich liebe es, Bildbearbeitungsprogramme als künstlerisches Mittel einzusetzen. Obwohl mich die Technik nicht wirklich interessiert, ich arbeite damit eher intuitiv.

Gibt es einen Moment oder eine Situation, die Dich besonders inspiriert hat oder dir in Erinnerung geblieben ist?

Ja, es gibt einen Moment, in dem mich dieses plötzliche Bewusstsein für die Bedeutung des Moments gepackt hat, wo es für den Bruchteil einer Sekunde einen kleinen Stillstand gab: Als ich 2011 in Berlin war, habe ich das Wandbild der Künstlergruppe Globalodromia / Filoart am ehemaligen Kunsthaus „Tacheles“ gesehen. Dort stand „HOW LONG IS NOW“. Das hat mich sehr fasziniert. Die ersten Fotobilder der Werkgruppe „Berlin“ sind Teil des Beginns meines professionellen künstlerischen Tuns.


Die Poesie des Alltäglichen

Die Künstlerin Ela Moonen hat ein Werk geschaffen, das sich trotz der Verwendung unterschiedlicher Medien – Fotografie, Malerei sowie Mischtechniken aus Fotos und Acrylmalerei – als homogene Ganzheit zeigt. Dies ist die Folge des durchgehenden Prinzips des malerischen Charakters und der pastellig-zarten Farbigkeit.

Im Zentrum ihrer Kunst steht die Frage nach Wirklichkeit und Erinnerung. Viele ihrer Arbeiten zeigen Alltagssituationen und wirken doch wie Erinnerungsbilder, die an innere Bilder anknüpfen, die um Vergänglichkeit und Zeit kreisen. Ela Moonen verfolgt die Kunst des Andeutens und Offenlassens und nutzt dafür das ganze Spektrum von Farbe, Form und Licht. Mit diesem formalen Ansatz behandelt sie unterschiedliche Themenfelder: Alltagssituationen, Architekturen, Stadtansichten und Naturelemente gehören dazu. Diese Themen setzt sie bevorzugt in Serien oder Werkgruppen um.

Immer wieder fällt bei der Betrachtung ihrer Bilder eines auf: Hier bettelt nichts nach größtmöglicher Aufmerksamkeit, es gibt keine lauten Farben, kein aufdringliches „Schau mich an!“. Die Bilder sind in eine reduzierte, pastellige Farbigkeit oder in ein monochromes Schwarz-weiß getaucht. Dabei nutzt die Ela Moonen gerne starke Hell-Dunkel-Kontraste. Die extreme Steigerung heller Partien erscheint als gleißendes Licht während die dunklen jeglichen Raum schlucken. Ebenso wirkungsvoll wie die Licht- und Farbgebung erweist sich die bewusste Unschärfe, die die Motive einer schnellen Lesbarkeit entziehen und sie mit der Aura eines flüchtigen oder längst vergangenen Geschehens umfangen.

Alexandra Simon-Tönges, M.A.

Kunsthistorikerin


Auswahl einiger Ausstellungstätigkeiten seit 2012:

BBK Aachen Jahresausstellung, „Rohstoff Kunst“, November 2020—Kunstroute Aachen, „Maluma und Takete“, September 2020—Ausstellung Abtei Rolduc, Kerkrade NL, ab 8. März 2020—BBK Jahresausstellung im Depot, „unruhige Zeiten“, ab 6. Dezember 2019—BBK Gruppenausstellung im Gut!Branderhof, Kunstroute Aachen am 28. und 29. September 2019—BBK Gruppenausstellung im Gut!Branderhof—offene Aachener Künstlerateliers, Mai 2019—19. Aachener Friedenstage, die Macht der Gier, 20. November 2018, Aachen—Maison art Pütz in Montzen, Belgien, 7. Oktober 2018—„The Colorfield Performance“, Sloten, Niederlande, 15.Mai – 30.September 2018—„Frische Wäsche“, BBK Galerie Aachen, 2018—Fotokunst im Kunstcafe Schiffer, Frankfurt a. M., 2018—Jahresausstellung BBK Aachen/ Euregio, 2017—Denkmaltage St. Sebastian, Würselen, 2017—Coup de Pinceau sur la Bretagne, Morlaix, FR, 2017—Galerie Hexagone, Aachen, 2017, 2016, 2015—Haus Cadenbach, Aachen, 2017—Kunstroute Herzogenrath-Kerkrade, 2017, 2016—„schwarzbuntweiß“ auf Burg Rode Herzogenrath, 2016—„kunst erfahren würselen“ 2016, 2017—24. Kunstmesse Frauenmuseum Bonn, 2014—„KuNo – Kunst und Kultur in der Nordstraße“, Würselen, 2019, 2018, 2016, 2015, 2014—„GArten – Kreativität im grünen Bereich“ Soziokulturelles Zentrum Klösterchen Herzogenrath 2016, 2014— „economy meets art“, Herzogenrath, 2013—Eurode Kunstroute, 2012—„Schönbund“, Eröffnung Atelier 2012 mit einer Reihe offener Ateliertage

Mitgliedschaft BBK Aachen / Euregio

Mitgliedschaft inform.elle e.V.